Control Design
Modellbasiertes Reglerdesign – Entwicklung und Verifikation von Regelalgorithmen entlang des V‑Modells.


CME entwickelt Regelungskonzepte für anspruchsvolle Antriebssysteme und Leistungselektronik. Von der modellbasierten Funktionsentwicklung über MIL/SIL/HIL-Simulation bis zum Rapid-Control-Prototyping – wir verifizieren Regelalgorithmen systematisch entlang des V‑Modells, bevor sie in die Serienapplikation überführt werden. Unsere Erfahrung umfasst sensorlose Regelungsverfahren, FOC-Algorithmen und applikationsspezifische Regleranpassungen.
Modellbasierte Funktionsentwicklung nach V‑Modell
- Systematische Entwicklung vom Systemkonzept bis zur verifizierten Serienanwendung entlang des V‑Modells
- Anforderungen werden direkt in Matlab/Simulink-Modelle überführt – kein Medienbruch zwischen Spezifikation und Implementierung
- Automatische Code-Generierung aus validierten Modellen reduziert manuelle Fehler und beschleunigt die Serienüberführung
- Jede Entwicklungsstufe ist dokumentiert und nachvollziehbar – Voraussetzung für funktionale Sicherheit und Zulassungsprozesse
MIL-, SIL- und HIL-Simulation
- Model-in-the-Loop (MIL): Regelungskonzepte werden im Modell getestet, bevor eine einzige Zeile Code geschrieben wird
- Software-in-the-Loop (SIL): Generierter Code wird gegen das Referenzmodell verifiziert – Abweichungen werden früh erkannt
- Hardware-in-the-Loop (HIL): Reale Steuergeräte werden gegen simulierte Lasten und Strecken getestet – unter reproduzierbaren Bedingungen
- Fehlerfälle und Grenzszenarien werden systematisch durchgespielt, ohne Gefahr für Mensch und Hardware
Rapid-Control-Prototyping
- Regelungskonzepte laufen innerhalb von Stunden auf echter Hardware – ohne vollständige Serienentwicklung abwarten zu müssen
- Parametrierung und Strukturänderungen direkt im laufenden Betrieb möglich – schnelle Iterationen in der frühen Entwicklungsphase
- Brücke zwischen Simulation und realem System: Modellverhalten wird unter echten Lastbedingungen validiert
- Ergebnisse fließen direkt in die endgültige Firmware-Implementierung – kein Wissens- oder Datenverlust
Sensorlose Regelungsverfahren
- Drehzahl- und Lageerkennung ohne mechanischen Geber – reduziert Kosten, Bauraum und potenzielle Ausfallquellen
- BEMF-basierte Verfahren für mittlere und hohe Drehzahlen sowie HF-Injektionsverfahren für den Stillstand und Niedrigdrehzahlbereich
- Applikationsspezifische Abstimmung je nach Motortyp, Lastverhalten und Dynamikanforderung
- Besonders geeignet für Pumpen, Lüfter, Kompressoren und Servoantriebe mit begrenztem Einbauraum
FOC-Algorithmen für BLDC/PMSM
- Field Oriented Control (FOC) für bürstenlose Gleich- und Synchronmotoren – maximaler Wirkungsgrad über das gesamte Kennfeld
- MTPA-Strategie (Maximum Torque Per Ampere) für minimale Verluste bei gegebenem Drehmoment
- Feldschwächbetrieb für erweiterten Drehzahlbereich oberhalb der Nennspannung
- Implementierung auf Cortex-M- und DSP-Plattformen mit optimierter Rechenzeit für Regelzyklen unter 50 µs
Transiente Zeitbereichsanalysen
- Simulation des dynamischen Systemverhaltens bei Lastwechseln, Einschaltvorgängen und Fehlerzuständen
- Identifikation kritischer Überspannungen, Stromspitzen und thermischer Belastungen im transienten Betrieb
- Absicherung von Schutzfunktionen und Grenzwerten, bevor Hardware aufgebaut wird
- Grundlage für die Dimensionierung von Pufferkondensatoren, Snubbern und Schutzschaltungen
Kundenspezifische Reglermodelle
- Entwicklung maßgeschneiderter Regelungsarchitekturen für nichtlineare, zeitvariante oder verkoppelte Systeme
- Kaskadenregler, Zustandsregler, prädiktive Regler (MPC) – je nach Anforderung an Dynamik, Robustheit und Rechenaufwand
- Modellidentifikation aus Messdaten, wenn analytische Modelle nicht verfügbar oder zu aufwändig sind
- Vollständige Parametrierung, Verifikation und Übergabe als dokumentiertes Simulink-Modell oder generierter C-Code
Worst-Case-Simulationen
- Systematische Variation von Bauteilparametern, Temperaturen und Versorgungsspannungen zur Absicherung gegen Extremszenarien
- Monte-Carlo-Analysen für statistische Aussagen über Fertigungsstreuungen und Langzeitdrift
- Nachweis der Funktionsfähigkeit über den gesamten Betriebsbereich – Grundlage für Zulassungen und Kundenabnahmen
- Früherkennung von Designschwächen ohne aufwändige Messreihen an realer Hardware
Integration Motor/Elektronik/Regelung
- Ganzheitliche Systembetrachtung: Motor, Leistungselektronik und Regelung werden als Einheit entwickelt und optimiert
- Co-Simulation von elektromagnetischem Motormodell, Leistungsstufe und Regelalgorithmus in einer Umgebung
- Abstimmung von Schaltfrequenz, Totzeit, Filterdimensionierung und Reglerparametern als Gesamtsystem
- Übergabe an die Serienfertigung mit vollständig validiertem Parametersatz und Inbetriebnahme-Dokumentation
Machbarkeit klären – bevor Kosten entstehen.
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